Entwicklerkonferenz kann er seinen Stolz nicht verbergen: "Lange waren sich viele Menschen unsicher, wie lange das Phänomen existieren würde", sagt er den anwesenden Mitarbeitern, Programmierern und mehr als 100.000 Zuschauern im Live-Stream, "aber ich glaube, die Menschen begreifen nun, dass soziale Netzwerke ein allgegenwertiges Werkzeug sein werden, mit dem Menschen weltweit in Verbindung bleiben."
Facebook will bleiben: Trotz des jüngst verschobenen Börsengangs. Trotz der neuen Konkurrenz durch Google Plus. Trotz der drängenden Frage: Was macht das Portal, wenn es nicht mehr wachsen kann? Bei mehr als 750 Millionen registrierten Mitgliedern und teils stagnierenden Nutzerzahlen muss das Unternehmen von Mark Zuckerberg darauf eine Antwort finden.
Er hat sie offenbar gefunden und sie lautet: Facebook geht aufs Ganze. Über den allgegenwärtigen "Gefällt-mir"-Knopf war der Dienst längst einem herkömmlichen Freundschaftsportal entwachsen und zum Netz hinter dem Internet geworden. Nun folgt der nächste Schritt der Metamorphose - Facebook entwickelt sich immer deutlicher zu einem eigenen Internet.
Der Hintergrund: Bereits jetzt verbringen Nutzer in vielen Ländern weltweit mehr Zeit bei Facebook als auf irgendeiner anderen Seite. Alleine in den USA sind dies monatlich mehr als 53,5 Milliarden Stunden, das Vierfache von dem, was Nutzer bei Google verbringen.
Um diese Zeit weiter zu steigern - und damit auch die Werbeeinblendungen, die vermarktbaren persönlichen Informationen - muss Facebook die Nutzer weiter an die Plattform fesseln. Künftig, so die Zuckerberg-Vision, sollen Nutzer ihren Alltag deshalb rund um die Uhr bei Facebook dokumentieren.
Selbst für den Konsum von Nachrichten, Filmen oder Musik müssten sie die Plattform nicht mehr verlassen.
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