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View Full Version : Zu viel Multimedia im Netz - Angst vorm Internet-Kollaps



Butcho
22.11.07, 13:30
Das Papier klingt alarmierend: Bis 2010, schreibt die US- Marktanalysefirma Nemertes Research Group in einer in dieser Woche vorgelegten Studie, könne es zu Teilabschaltungen ganzer Regionen im Internet kommen, weil die zur Verfügung stehende Bandbreite für all die Multimedia-Inhalte nicht mehr ausreiche. Die Nachfrage nach schnellen Endkunden-Leitungen mit mehreren Megabit sei so groß, dass die großen Datenaustauschknoten im Netz, die Backbones, in wenigen Jahren mit der Last nicht mehr zurecht kämen. Schuld sei die zunehmende Nutzung bandbreitenintensiver Dienste wie Video, Internet- Telefonie oder Musik.

Auch die Schlussfolgerungen der Untersuchung, die von der so genannten "Internet Innovation Alliance" (IIA) in Auftrag gegeben wurde, klingend extrem. Die Probleme seien nur zu verhindern, wenn in den nächsten Jahren weltweit 137 Milliarden Dollar in neue Backbone- Kapazitäten investiert würden - mehr als doppelt so viel wie die aktuellen Ausbauplanungen der großen Provider und Telekommunikationsfirmen...


Weiterlesen... (http://www.taz.de/1/leben/internet/artikel/1/angst-vorm-internet-kollaps/?src=AR&cHash=861287aff5)

Rebound
22.11.07, 17:49
Das klingt ja nicht so toll... Aber ich denke bis dahin ist eine Lösung gefunden worden, oder die ganzen Video Anbieter werden gezwungen ihren betrieb einzustellen, was ich gar nicht mal so schlimm finden würde. :biggrin:

Den die sind ganz klar die, die am meistenm Traffic verursachen und nimmt Tag für Tag zu!

Mal sehen wie sich das entwickelt und welche Backbones zu erst aufgeben oder ob rechtzeitig genug Geld investiert wird um das zu verhindern, woran ich nicht so recht glauben kann. Meistens muss erstmal ein Unglück passieren, bevor was dagegen unternommen wird. :wink:

Mfg

Rebound

nebelhoernchen
23.11.07, 17:45
Der Verkauf von vielen schnellen und billigen DSL-Flatrates wird sich irgendwann rächen. Noch vor ein paar Jahren war der Qualitätsanspruch der Provider, dass die dem Kunden zur Verfügung gestellte Bandbreite nicht oder nur in geringem Ausmass überbucht wurde. Internetzugänge waren entweder sehr langsam (Einwahl) oder teuer (Festverbindung).

Damit ist es leider endgültig vorbei, seit die Masse der Kunden sich hauptsächlich für den Preis eines Internetzuganges interessiert und wegen einer "Ersparnis" von 10 oder 20 Euro im Monat zu einem anderen DSL-Provider wechselt, ohne die dahinterstehenden Backbonekapazitäten überhaupt beurteilen zu können.

Ich persönlich gehe allerdings nicht davon aus, dass "das Internet" zusammenbrechen wird. Vielmehr wird der Abwärtstrend der Preisspirale in den nächsten Jahren ein Ende haben oder die Preise sogar wieder etwas anziehen, um den Backboneprovidern Luft für die notwendigen Investitionen zu verschaffen.